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Große Waldbrandübung

Am 06. Juni 1999 fand in Fürth eine große Waldbrandübung statt. Insgesamt waren Feuerwehren aus einem Umkreis von 30 km mit ihren Tanklöschfahrzeugen nach Fürth gekommen. Die Feuerwehren der näheren Umgebung waren komplett ausgerückt, genauso das THW aus Bensheim, das die Aufräumarbeiten gegen Ende der Übung übernahm und auch eine "Brandschneise" schlug. Geprobt wurde die Anfahrt mit Sondersignal und der Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen zur Löschwasserversorgung. Der Pendelverkehr wurde über etwa drei Stunden aufrecht erhalten, dann wurde die Übung beendet. Diese Übung erregte natürlich ein großes Medieninteresse, das Fernsehen war auch da um die Übung zu begleiten. Besonders Imposant war der Sammelplatz der Tanklöschfahrzeuge direkt an der B 460, wo die TLF auf ihren Abruf warteteten und dann in Blöcken von drei bis fünf Fahrzeugen mit Sondersignal zu ihrem Bestimmungsort fuhren. Leider kam pünktlich zum Übungsbeginn schlechtes Wetter, so daß später einige Fahrzeuge nur noch "schleppend" und mit Hilfe von Allradfahrzeugen vorankamen. Dennoch war die Übung ein Erfolg. Es konnten viele wichtige Informationen gesammelt werden. So mußte man feststellen, daß bis zum Eintreffen des ELW 2 des Kreises Bergstraße die Komunikation der bis dahin etwa 500 anwesenden Feuerwehrkameraden einige Probleme aufwarf. Dies konnte mit dem ELW 2 und der Bereitstelllung weiterer Funkkanäle gelöst werden. Desweiteren stellte man fest, daß zum Pendelverkehr wirklich nur Tanklöschfahrzeuge und keine anderen wasserführenden Fahrzeuge wie LF 16/12 eingesetzt werden sollten.

Direkt nach der Übung wurde von der BF Frankfurt/Main noch das Sprenglöschverfahren vorgestellt.

Für die Bewohner des Ortsteils Krumbach gab es jedoch eine ganz andere Belastung: Von morgens um 8 Uhr bis etwa 12 Uhr war fast ununterbrochen Martinshorn zuhören, und der Verkehr war nur noch eingeschränkt möglich.

Sogar aus dem benachbarten Baden-Würtemberg waren Feuerwehren ausgerückt.

Der brennende "Wald" vor der Sprengung
Gut zu sehen ist hier der entstehende "Vorhang"
Nach der Sprengung: Nur noch kleine Brandnester müssen per Hand gelöscht werden
Der Platz der Einsatzleitung auf einer Wiese am Krumbacher Friedhof.